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Blumenerde
Die richtige Pflanzenerde wählen

Die richtige Pflanzenerde auswählen ist entscheidend

Pflanzenerde ist in allererster Linie Erde. Die meisten sind mit einer normalen Blumenerde aus dem Gartencenter auch zufrieden. Es ist auch richtig, dass es nicht immer die teuerste Erde sein muss. Doch es gibt Unterschiede und diese können entscheidend für ein gesundes Wachstum der Pflanzen sein. Pflanzenerde dient hauptsächlich dem Wurzelwachstum und der Versorgung mit allen Lebensnotwendigen Stoffe die eine Pflanze zum wachsen, blühen und überleben braucht. Da Pflanzen in den verschiedenen Lebensphasen auch einen unterschiedlichen Bedarf an Nährelementen und Makronährstoffen haben können wir heute die Grundlage für gesundes Pflanzenwachstum legen. Wer sich also die Zeit nimmt die richtige Erde zum pflanzen und pflegen zu wählen wird auch beim Gärtnern mehr Erfolg haben.

Pflanzenerde

Pflanzenerde und ihre Sorten

Anzuchterde

Bei der Anzuchterde handelt sich um eine Sorte die besonders wenig Nährstoffe enthält um ein zu schnelles Wachstum der Pflanze zu verhindern. Dies führt dazu, dass die junge Pflanze stärker Wurzeln bilden und deren Wachstum fördern. Die Wurzeln sind gezwungen weiter zu wachsen um Nähstoffe zu zu bekommen. Dies führt auch dazu das im Sommer gepflanzte Pflanzen besser durch den Winter und Trockenperioden kommen. Somit können Stecklinge gut anwurzeln und Aussaaten sehr gut ansetzen. Daher ist die Anzuchterde besonders in den Frühjahrsmonaten wichtig um Beispielsweise Tomaten oder Gurken Samen zum sprießen zu bringen aber eben auch für die Pflanzung im Spätsommer und im Herbst..

Kakteenerde

Die Katkteenerde oder auch Sukkulentenerde ist besonders Wasserdurchlässig. Der Anteil an Sand und Steinen sorgt dafür, dass die Feuchtigkeitsscheuen Pflanzen nicht zu lange nass bleiben und sich keine Staunässe im Topf bildet. So kann man Kakteen auch im Freien halten ohne sich sorgen zu müssen, dass sie das Feuchte Wetter nicht vertragen könnten.

Teicherde

Teicherde ist wie der Name schon sagt nur für Teichgebiete gedacht. Diese Pflanzenerde hat sehr wenige Nährstoffe um ein Algenwachstum im Wasser nicht zusätzlich zu verstärken. Zusätzlich ist die Erde relativ fest damit sie sich im Wasser nicht auflöst und enthält einen Anteil Quarzsand sowie Tonmineralien. Das Teichsubstrat bietet auch den wichtigen Halt für die Pflanzen im heimischen Gartenteich.

Orchideensubstrat

Orchideen mögen keine Blumenerde da die Wurzeln nicht dauerhaft feucht sein dürfen. Daher gibt es für diese Pflanzengattung ein spezielles Substrat das der Orchidee genügend halt gibt und einen Boden in dem die Wurzeln sich gut ausbreiten können. Das Substrat besteht meist aus Pinienrinde da diese Feuchtigkeit gut speichern kann ohne die Wurzeln der Gefahr der Fäulnis auszusetzen.

Welche ist die richtige Wahl

Erde für den Teich

Die beschriebenen Sorten sind die meist gebräuchlichen im Garten und auf dem Balkon. Je nach Pflanze die man einsetzen möchte kann man zusätzlich Hornspäne oder, wenn vorhanden, Kompost hinzufügen um die Erde anzureichern. Genauso ist es auch häufig üblich Kiesel in die Erde zu geben um eine bessere Dränage zu erzielen. Den Staunässe ist für die meisten Pflanzen äußerst ungünstig da die Wurzeln dann drohe zu faulen.

Die vielen verschiedenen Spezialerden lassen sich leicht durch normale Blumenerde ersetzen. Man sollte nur wissen was man hinzugeben muss um dem gepflanzten den optimalen Boden zu geben. Dies kann man aber beim Kauf erfragen oder entsprechend nachlesen. Wichtig ist generell der Pflanzenerde ausreichend Dünger zuzugeben besonders bei Topfpflanzen da hier die Nährstoffe schnell aufgebraucht sind.

Ist Bio-Erde die bessere Pflanzenerde?

Die Antwort ist klar nein. Das einzige Merkmal der Bio-Zertifizierung bei Pflanzenerde ist, dass kein mineralischer Dünger beigemischt wurde sondern ausschließlich organischer. Dieses Qualitätsmerkmal wird vom „Forschungsinstitut für biologischen Landbau“ und der „Gütegemeinschaft Substrate“ zertifiziert. Eine Konventionelle Bio-Erde kann bis zu 80% Torf enthalten. Dies ist entscheidend für Pflanzen die einen Sauren Boden benötigen wie etwa Heidelbeeren oder die im Garten beliebten Hortensien. Für Pflanzen die keinen Sauren Boden mögen wäre die Bio-Erde Kontraproduktiv.

Anzuchterde