Blauer Eisenhut (Aconitum napellus)

Allgemeines zum Blauen Eisenhut

Blauer Eisenhut zählt zu den giftigen Stauden und steht in Deutschland unter Artenschutz. Besonders hervorzuheben ist, dass alle Pflanzenteile stark giftig sind und bereits kleine Mengen beim Verzehr tödlich sein können. Zwei Gramm der Wurzel können für den Menschen bereits lebensbedrohlich sein und zum Tod führen.Blauer Eisenhut zählt zur Pflanzenfamilie der Hahnenfußgewächse. Sie steht in Deutschland unter Naturschutz. Die Pflanze hat seinen Namen aufgrund der Blüten, die einen Helm ähneln. Blauer Eisenhut treibt aus einer dicken Knolle stielförmig nach oben und blüht in den Monaten Juni bis September und kann eine Höhe von 120 und bis 160 Zentimetern erreichen. Die blauen bis violetten Blüten zeigen sich ab Juni und halten bis in den Monat August. Aus den Blüten des Blauen Eisenhut bilden sich die Früchte in denen die Samen zu finden sind. Es gibt ihn mittlerweile in den unterschiedlichsten Farben für den heimischen Garten zu kaufen. In den Sommermonaten, in der Wachstumsperiode, bildet der Blaue Eisenhut eins bis zwei Tochterzwieblen die im darauf folgenden Jahr neu austreiben. Die Blüten sind optimal für den Rüssel der Hummeln angepasst und liefern reichlich Nektar.

Aufgrund der Giftigkeit der Pflanze wurde sie im Mittelalter zur Herstellung von Giftpfeilen genutzt. Überlieferung erzählen auch von Hexensalben die aus dem Gift hergestellt wurden. Bereits bei der Kontakt mit der Haut können Taubheitsgefühle und Lähmungserscheinungen hervorgerufen werden. Beim Verzehr der Pflanze wirkt sich die Lähmung auf die Atemwege aus und führt letztendlich zum Ersticken.

Blauer Eisenhut – Die giftige Pflanze steht unter Naturschutz

Blauer Eisenhut pflanzen

Da der Blaue Eisenhut meist an Bachläufen und vor allem schattig wächst, sollte man einen schattigen bis halb schattigen Ort im Garten finden um ihn einzupflanzen. Wenn Sie den Boden dauerhaft feucht halten können, können Sie auch einen sonnigen Standort auswählen. Da der Eisenhut viele Nährstoffe braucht sollten Sie beim einpflanzen ein wenig Hornspäne und frischen Kompost hinzugeben und ordentlich gießen. Damit der Eisenhut Ihnen auch in den kommenden Jahren Freude bereitet empfehle ich Ihnen diesen bereits im Frühjahr einzupflanzen damit er ausreichend Zeit hat Wurzeln zu schlagen und gestärkt durch den kommenden Winter kommt.

Pflege

Blauer Eisenhut zu pflegen ist relativ einfach. Er braucht lediglich reichlich Wasser und ab und zu Dünger in Form von Hornspäne. Wenn sie auch im Spät Sommer noch viele Blüten haben wollen schneiden Sie verwelkte Blüten regelmäßig ab. Dies fördert das Wachstum von frischen Blüten. Im fortschreitenden Sommer kann es passieren, dass die Blüten zu schwer werden und die Pflanzen drohen auseinander zu fallen. Dann können Sie ohne weiteres mit einem Staudenring und Stützstab nachhelfen. Dann steht der Blaue Eisenhut wieder aufrecht und die Gefahr des Eingehens der Pflanze ist gebannt.

Blauer Eisenhut

Wenn Sie die Staude teilen wollen dann tun Sie dies im besten Fall im Frühjahr. Holen Sie den Wurzelstock aus der Erde und trennen Sie die Knollen nach belieben. Folgen Sie beim einpflanzen den Schritten wie oben beschrieben.

WICHTIG: Arbeiten Sie mit dem Blauen Eisenhut immer mit Handschuhen. Blauer Eisenhut ist in allen seinen Pflanzenteilen giftig und daher sollte jeder Hautkontakt vermieden werden!

Blauer Eisenhut als Nutzpflanze

Bereits im Römischen Reich kannten Ärzte die Wirkung des Blauen Eisenhut mit seiner Giftigkeit aber auch durch seine schmerzlindernde Wirkung. Die Römer nutzten die Pflanze zur Schmerztherapie oder zur Wundreinigung. Zur Bekämpfung von Läusen wurden Salben aus der giftigen Pflanze hergestellt und aus dem Saft wurde Medizin gegen Rheuma hergestellt. Auch heute findet man die Pflanze noch in homöopathischen Mitteln zur Schmerzlinderung, zum Beispiel bei Kopfschmerzen.

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