Birnbaum

Allgemeines

Jeder der sich im heimischen Garten einen Obstbaum wünscht, sollte darüber nachdenken einen schönen Platz für einen Birnbaum zu finden. Der Vorteil von Birnbäumen ist, dass sie sehr Pflegeleicht sind und mit Sicherheit Früchte tragen die besser schmecken als aus dem Supermarkt. Birnen zählen zur Gattung der Rosengewächse, genauso wie Quitte und Apfel. Die Herkunft wird derzeit auf den Mittelmeerraum geschätzt. Schon in der Antike wurden Birnen gezüchtigt und aufgrund der süße seiner Früchte gerne gegessen. Ein Birnbaum kann über 150 Jahre alt werden und kann über Generationen hinweg vererbt werden.

Blühender Birnbaum

Pflanzung und Boden

Für den neugepflanzten Baum sollten sie einen möglichst sonnigen Platz aussuchen. Der beste Ort ist sicherlich nahe an der Hauswand um die abstrahlende Wärme des Haus für den Baum zu nutzen. Beim Einpflanzen sollte man darauf achten, dass die Wurzel direkt mit der Erdoberfläche abschließt und der Aushub mindestens doppelt so groß ist wie der Wurzelballen. Das bietet die Möglichkeit lockere und gute Erde einzuarbeiten und dadurch das Wurzeln des Birnbaumes zu erleichtern. Achtet man noch darauf, dass ein spät eintretender Frost den Birnbaum nicht erreicht steht einer reichen Birnenernte nichts mehr im Weg. Wichtig zu wissen ist, dass Birnbäume bereits vor den Apfelbäumen blühen was für den Schutz vor Frost entscheidend sein kann.

Besonders wichtig zu wissen ist, dass Birnbäume sich nicht selbst befruchten können. Das bedeutet, dass es immer notwendig ist einen zweiten Baum zu pflanzen um eine Befruchtung zu ermöglichen. Dementsprechend sollte man sich gut überlegen ob der Platz dann ausreichend ist.

Als gute Alternative lohnt sich die Überlegung einen Apfelbaum am Spalier zu ziehen. Das ermöglicht auf wenig Raum 2 oder mehr Bäume nebeneinander zu ziehen. Die Ernte wird für den privaten Verbrauch sollte mit 2 oder sogar 3 Birnbäumen am Spalier durchaus ausreichend sein.

Zudem kann man auch problemlos Birnbäume mit verschiedenen Reifezeiten pflanzen. Es gibt sowohl Sorten für den Sommer, für den Herbst und sogar für den Winter. Somit hat man von Sommer bis in den Winter Birnen, die man ernten kann. Aber auch die unterschiedlichen Geschmackssorten der Arten tragen zur Vielfalt bei.

Blüte des Birnbaum

Richtig pflegen

Junge Bäume sollten in den Sommermonate ausreichend gegossen werden. Der Wasserbedarf in jungen Jahren ist höher. Die Wurzeln haben noch nicht die Tiefe um sich ausreichend selbst zu versorgen. Bei freistehenden Bäumen wird auch empfohlen ein Weißanstrich am Stamm zu vollziehen. Die schützt den Baum vor Verbrennungen durch die tief stehende Sonne. Besonders lästig sind Wühlmäuse sowie Kaninchen. Um zu vermeiden, dass diese den Stamm annagen, können Sie eine Schutzmatte aus dem Baumarkt um den Stamm wickeln. Eine besondere Düngung ist für Birnen nicht nötig. Kippen Sie im Frühjahr großflächig um den Stamm einen Eimer Kompost vermischt mit zwei Händen voll Hornmehl. Dadurch ist der Baum für den Rest des Jahres versorgt.

Verarbeitung

Birnen lassen sich ähnlich wie auch Äpfel hervorragend für den täglichen Verzehr verarbeiten oder direkt vom Essen. Wenn die Birnen nicht zu reif sind kann man sie ohne weiteres mehrere Tage kühl, zum Beispiel im Kühlschrank lagern. Birnensorten die erst im Herbst reifen können sogar bis zu 2 Monate an einem kühlen Ort gelagert werden. Zu diesen Sorten zählen die Boscs Flaschenbirne oder die Sorte Conference. Aber auch hier ist zu berücksichtigen, dass die Birnen vor der vollen Reife geerntet werden müssen damit sie gelagert nicht faulen. Ebenso sollte man Birnen aussortieren die bereits Druckstellen oder Risse haben.

Birnen lassen sich auch hervorragend zu Kompott oder als Mus verarbeiten. Dadurch hat man über den ganzen Winter etwas von seinen geernteten Birnen. Aber auch ein Pflaumenkuchen kann einem sehr viel Freude bereiten. Sehr beliebt sind auch eingelegte Birnen im Glas. Diese kann man dann sogar über Jahre hinweg einlagern und zu Eis oder Süßspeisen reichen.

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